Geschichte... und Geschichten

Die österreichische Photographin Madame d Ora (Dora Kallmus) mit ihren Hunden und ihrer Schwester Anna vor dem Haus in Frohnleiten. Steiermark. Um 1935.

Anna und Dora Kallmus

Die beiden Stolpersteine wurden am 21.10.2020 in Anwesenheit von MMag. Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Kulturstiftung für die Steiermark, Kärnten und das südliche Burgenland verlegt.
Die beiden Stolpersteine wurden am 21.10.2020 in Anwesenheit von MMag. Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Kulturstiftung für die Steiermark, Kärnten und das südliche Burgenland verlegt.

Anna Kallmus erwarb 1919 ein Haus in Frohnleiten, in dem die jüdischen Schwestern Anna und Dora bis 1938 glückliche Zeiten verlebten. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege waren die Schwestern sehr eng verbunden: Anna hatte sich für ein ruhiges Leben auf dem Land entschieden, Dora hatte sich über alle Einschränkungen hinweggesetzt und als junge Frau eine Ausbildung zur Fotografin absolviert und ihr eigenes Studio in Wien eröffnet. 1925 verlegte sie ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt nach Paris. Aus den vielen Briefen und aus ihren Tagebucheintragungen geht hervor, dass das „Haus Doranna“ in Frohnleiten immer ihr „zu Hause“ blieb. Sie besuchte ihre Schwester Anna regelmäßig und fand in Frohnleiten Erholung von oft sehr hektischen Zeiten, die ihr erfolgreiches Leben als Fotografin und Unternehmerin in Paris mit sich brachten.